Marienmarkt

Bürgermeister Schneeberger feiert zwei Jahre Marienmarkt. Der Selbstbeweihräucherung setzen wir eine nüchterne Analyse gegenüber.

Der Marienmarkt hat nachweislich nicht zur Belebung der Innenstadt beigetragen. Beobachtet man das Verhalten der Besucher am Hauptplatz sind die Schanigärten, der Wochen- und Bauernmarkt Anziehungspunkte und nicht der Marienmarkt. Architektonisch teilt der Marienmarkt den Hauptplatz in Nord und Süd, wobei der südliche Teil bei der Mariensäule ein reiner Autoabstellplatz geworden ist, und nur am Samstag die Marktstandler den Platz beleben. Der Hauptplatz, als Wohnzimmer aller Wiener Neustädter, soll ein Platz der Begegnung sein, ein offener Platz also, wo tagesaktuell Themenmärkte und Veranstaltungen stattfinden. Der fixe Marienmarkt zerstört dieses Ambiente, und ist ein Zeichen dafür, wenn Politiker im Alleingang ohne Einbindung der Bevölkerung gravierende Maßnahmen setzen. Die Gewerbetreibenden mühen sich redlich ein gutes Angebot zu bieten, die hohe Fluktuation zeigt aber deutlich, wie schwer es für sie ist kostendeckend zu arbeiten.  Anstelle der fixen Fertigteilhütten hätte es adäquatere Möglichkeiten für den Hauptplatz gegeben, z. B. flexible, einheitliche, schöne Marktstände, die Restaurierung der Arkaden, mehr Grünpflanzen etc. Aus Sicht der SPÖ gehört der Hauptplatz mit der Wiener Neustädter Bevölkerung neu gestaltet.

 

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