Innenstadt gemeinsam entwickeln

„Von Villach können wir einiges lernen.“ Mit diesen Worten schloss SP-Vizebürgermeisterin Margarete Sitz die Informations- & Diskussionsveranstaltung gestern Abend im Cafe Stadler, zu der Wiener Neustadts Innenstadt-Unternehmer geladen waren. Sitz bezog sich dabei auf den hochinteressanten Fachimput von Gerhard Angerer und Christian Kohlmayer vom Stadtmarketing Villach. Die beiden Experten präsentierten die erfolgreichen Initiativen der Draustadt und gaben interessante Denkanstöße. 

Der Entwicklungsprozess ist auch in Villach dynamisch und nicht abgeschlossen. Die Problemstellungen sind ähnlich denen der Wiener Neustädter Innenstadtunternehmer. Eine enge Kommunikation und Beratung, das Marketing, Veranstaltungskonzipierung und Flächenmanagement aus einer Hand in Kooperation mit lokalen Partnern machen den Erfolg aus.

Im Rahmen des Events stellte Klubobmann Stadtrat Wolfgang Scharmitzer auch das 9-Punkte-Programm der Sozialdemokraten zur nachhaltigen Belebung des Stadtzentrums vor. Die wichtigsten Punkte:

1)  Einsetzen eines kompetenten Citymanagers bzw. Schaffung der Stabstelle Citymanagement.

2)  Neubewertung des Marienmarktes.

3)  Neukonzeption des Wochenmarktes bzw. von Spezialmärkten.

4)  Senkung der Marktgebühren.

5)  Aktionen beim öffentlichen Nahverkehr: An Feiertagen, zu Weihnachten und zu Ostern, sowie an Samstagen soll eine Freifahrt mit den öffentlichen Bussen in die Innenstadt möglich sein. Die Zeiten der Kurzparkzonen sollen verändert werden.

6) Durchführung von Sport-, Freizeit- und Kulturveranstaltungen für die ganze Familie in der Innenstadt, wie Cityfestival, Straßenkunst, Kino, Sportturniere, Musikveranstaltungen.

7)  Gezielte Standortpolitik zur Förderung der Wirtschaftstreibenden: begrenzter Nachlass der Kommunalsteuer und begrenzte Mietzuschüsse als Anreiz zur Ansiedelung; Ankermieter, die die täglichen Bedürfnisse der Menschen abdecken, sind das Um und Auf.

8)  Schaffung eines Anwohnerbeirates „Innenstadt“ und eines Lärmschutzbeauftragten für die Bewohner der Innenstadt.

9)  Einbindung der Fachhochschule mit Befragung der Studierenden, was sie sich in der Innenstadt erwarten und warum sie die Innenstadt besuchen werden.

SP-Vizebürgermeisterin Sitz abschließend: „Es ist höchste Zeit, endlich professionelle Innenstadtentwickler zu beauftragen. Selbst die Landesausstellung bringt keine erhoffte Trendumkehr im Handel. Ausgestellte Oldtimer sind nett und besser als verklebte Auslagen, zeigen aber, dass die Stadtregierung den positiven Trend bis jetzt nicht geschafft hat.

 

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