Gemeindewohnungen im Visier

Im Besitz der Stadt Wiener Neustadt stehen rund 2300 Gemeindewohnungen, die in eine Tochtergesellschaft ausgegliedert sind. Ein Aufsichtsrat trifft strategische Entscheidungen wie Finanzplanung, Verkauf, Sanierung, Vertragswesen etc. Vier Jahre nach Regierungswechsel verkauft nun der Wohnungsstadtrat der derzeitigen Stadtregierung  als Aufsichtsratvorsitzender  acht Objekte unter dem Titel „Abbruchbuden“. Unter den Verkaufsobjekten befinden sich Filetstücke mit großen unverbauten Grundstücksflächen  in bester Wohnlage. Die SPÖ wird ein Auge darauf haben  welche Großkapitalisten den Zuschlag erhalten, und damit ihr Anlagevermögen in der Stadt weiter ausbauen werden. Um von dieser Umverteilungspolitik abzulenken spielt der Wohnungsstadtrat den besorgten Politiker und sagt, der Seniorenclub im Pernerstorferhof gehöre  renoviert.  Seit vier Jahren war Zeit dazu, denn der gesamte Pernerstorferhof in der Josefstadt bedarf einer unverzüglichen Generalsanierung und nicht nur eines Flickwerkes wie bisher. Die letzte umfassende Generalsanierung von Gemeindewohnhäusern fand 2013 noch unter SPÖ Regierung statt. Sozialer Wohnbau hatte in dieser Stadt einen hohen Stellenwert. Der freie Wohnungsmarkt ist für viele Menschen mittlerweile unerschwinglich geworden. Mieten von EUR 600.- aufwärts stehen an der Tagesordnung, und sind für viele Haushalte nicht mehr leistbar. 22% der Bevölkerung müssen sich für Anschaffungen wie Möbel, Fernseher, Weihnachtsgeschenke oder Brillen Kredite aufnehmen, da die Wohnkosten mehr als die Hälfte ihres Einkommens einnehmen.

Die SPÖ fordert daher den sozialen  Wohnbau in dieser Stadt wieder aufzunehmen, und nicht nur hochpreisige Wohnungen aus dem Boden zu stampfen!

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