Aus von Meinl am Marienmarkt

„Es war nicht wirklich überraschend, letztlich kam der Rückzug von Meinl am Marienmarkt doch früher, als erwartet“, so kommentiert Vizebürgermeisterin Margarete Sitz den nunmehr öffentlich gewordenen Rückzug von Meinl aus Wiener Neustadt.

Sitz weiter: „Es ist nicht fünf vor zwölf, sondern schon fünf nach zwölf! Wenn nunmehr schon das Flaggschiff Meinl am Marienmarkt das Handtuch wirft – und das vor Ende der Landesausstellung, zeigt sich, dass das Konzept des Marienmarkts in keinster Weise aufgegangen ist!“

Der ständige Betreiberwechsel am Marienmarkt ist letztlich ein Zeichen fehlender Frequenz und vor allem eines verfehlten bzw. nicht vorhandenen Konzepts für die Innenstadt. Die Verlierer dieser verfehlten Standortpolitik der Stadtregierung sind sowohl die Unternehmerinnen und Unternehmer, welche ihre Energie und Ihr Engagement verbraucht haben, als auch und insbesondere die Menschen und BesucherInnen dieser Stadt.

„Die vielen, vielen Meinungen der Wiener Neustädterinnen und Wiener Neustädter, welche dem Marienmarkt in seiner Struktur von Anfang an kritisch gegenüber standen, wurden ignoriert; der SPÖ wurde „negative Stimmungsmache“ vorgeworfen.. Leider sprechen die Fakten der letzten Monate bezüglich Marienmarkt und Innenstadtentwicklung eine eindeutige Sprache“, kommentiert Sitz die Tatsache, dass alle Vorschläge und Anträge, welche die SPÖ im Gemeinderat zur Innenstadtentwicklung eingebracht hat, abgeschmettert wurden. Dass es auch anders funktionieren kann, zeigt z.B. die Stadt Villach, welche ihr Modell einer positiven Innenstadtbelebung erst vor Kurzem auf Einladung der SPÖ in Wiener Neustadt vorgestellt hat.

Es ist jetzt durch den Rückzug von Meinl an der Zeit und ist es gleichzeitig eine große Chance, den Marienmarkt neu zu denken: “Grundsätzlich kommt ein Abriss für uns nicht in Frage, jedoch sollte der Marienmarkt größenmäßig restrukturiert werden. Freiwerdende Flächen müssen gerade in Zeiten des Klimawandels begrünt werden. Und es ist endlich ein professionelles Innenstadtmarketings zu etablieren“, so Sitz abschließend.

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