NR-Präs.in Barbara Prammer präsentierte ihr Buch

k.A.

Die erste Frau an der Spitze des österreichischen Nationalrates gibt mit ihrer Publikation „Wer das Ziel nicht kennt, wird den Weg nicht finden“ neue Antworten auf alte Fragen

Am 31. Jänner durften sich der BSA (Bund sozialdemokratischer AkademikerInnen, Intellektueller & KünstlerInnen) mit Vorsitzendem Michael Rosecker und die SPÖ-Stadtorganisation Wiener Neustadt mit Vorsitzendem Bürgermeister Bernhard Müller über hohen Besuch freuen: Nationalratspräsidentin Barbara Prammer war der Einladung in die Stadtbücherei gefolgt, um ihr Buch „Wer das Ziel nicht kennt, wird den Weg nicht finden – Neue Antworten auf alte Fragen“ zu präsentieren.

„Es ist mir eine besondere Ehre, die erste Frau an der Spitze des österreichischen Nationalrates bei uns hier in Wiener Neustadt begrüßen zu dürfen“, betonte Bürgermeister Bernhard Müller in seiner Eingangsrede, „und ich freue mich, an diesem Abend mehr über ihr Leben und ihre politischen Ideen zu erfahren.“ Ihr sei es – über tagespolitische Themen hinaus – gelungen, das Parlament für einen gesellschaftspolitischen, wissenschaftlichen und kulturellen Diskurs zu öffnen, lobte der SPÖ-Stadtvorsitzende die engagierte Arbeit der Politikerin, ehe er das Wort an sie weitergab.

Barbara Prammer zog Parallelen zwischen ihrer Lebensgeschichte, die nicht immer in geraden Bahnen verlief, und der Art und Weise, wie sie heute Politik macht – mit Ehrlichkeit, Entschlossenheit, Kompromissbereitschaft und Bodenhaftung. „Politik darf nie den Blick auf das Gesamte verlieren“, forderte sie, ging auf einige Beispiele der Vergangenheit ein und zeigte Wege auf, wie sich die Sozialdemokratie in den nächsten Jahren weiterentwickeln könnte. Das Parlament sei für sie ein Platz, an dem „Rede und Widerrede“ Platz fänden, da beides zum demokratischen Prozess dazugehöre. Auf die Frauenfrage angesprochen, meinte die frühere Frauenministerin: „Wir haben viel bewegt, sind aber bei Weitem nicht am Ziel – wenn man sich die Einkommensunterschiede ansieht“. Ein großes Anliegen sei es ihr weiters „über den Tellerrand hinaus zu schauen“ und auf internationale Zusammenarbeit zu setzen. „Außerdem gilt es, die Jugend ernst zu nehmen und ihr demokratische Mechanismen näherzubringen“, so die Politikerin, die vor über 4 Jahren die erfolgreich laufende „Demokratiewerkstatt“ ins Leben gerufen hat.

Die zahlreichen BesucherInnen in der Stadtbücherei nutzten anschließend die Gelegenheit für persönliche Gespräche und ließen Bücher signieren. Ihren Erlös aus dem Buchverkauf spendet Nationalratspräsidentin Prammer zur Gänze dem Frauenhaus Linz.

Zum Inhalt des Buches: Nationalratspräsidentin Barbara Prammer zieht Zwischenbilanz über ihr bisheriges politisches Leben. Entlang ihrer Biografie beschreibt sie ihre Erfahrungen und Begegnungen, die sie an drei Stationen festmacht: Ottnang im oberösterreichischen Hausruckviertel, wo sie aufwächst und erste politische Aktivitäten entwickelt, Linz, ihre Heimatstadt, wo sie ihr erstes Mandat übertragen bekommt und Politik erlernt, und Wien, wo sie sich im Regierungsgeschäft wie in der parlamentarischen Arbeit gleichermaßen bewährt.
Zugleich zieht Prammer Schlüsse. Sie gibt neue Antworten auf alte, immer gültige Fragen. Allen voran jene, wie Gerechtigkeit in der Gesellschaft hergestellt werden kann. Woran sich politisches Handeln orientieren muss, um bei BürgerInnen auf Vertrauen zu stoßen. Warum Solidarität nicht aus der Mode ist. Wie Begeisterung für Demokratie geweckt werden kann, um der Sehnsucht nach einem „starken Führer“ wirksam entgegenzutreten usw.
Nicht zuletzt stellt sich die Nationalratspräsidentin der Frage, vor welchen speziellen Herausforderungen die Sozialdemokratie steht. Wo sie nicht auf der Höhe der Zeit ist und worin ihre Zukunftsperspektiven und Chancen liegen.

Das Buch „Wer das Ziel nicht kennt, wird den Weg nicht finden“ ist bei Styria erschienen. Die ISBN lautet: 978-3-222-13332-9.
 

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