Neujahrsempfang für FunktionärInnen
SPÖ-Stadtparteivorsitzender Bürgermeister Bernhard Müller rief zur intensiven Arbeit auf, um bei der nächsten Wahl wieder die absolute Mehrheit zu erreichen
Am 2. Februar feierte man Premiere in Wiener Neustadt: Auf Idee von Bürgermeister Bernhard Müller lud die SPÖ-Stadtorganisation zum ersten Mal zum Neujahrsempfang für FunktionärInnen. Stellvertretende SPÖ-Stadtparteivorsitzende Margarete Sitz begrüßte in den Räumlichkeiten der Feuerwehr und freute sich, gemeinsam mit den zahlreichen politischen UnterstützerInnen voller Motivation in ein neues Jahr zu starten.
Referat von Bürgermeister Bernhard Müller
Nach einer ausführlichen Rückschau auf das Jahr 2011 mittels PowerPoint-Präsentation war dann Stadtparteivorsitzender Bürgermeister Bernhard Müller am Wort. „Wie Ihr gesehen habt, ist uns im abgelaufenen Jahr vieles gelungen“, leitete er über und nannte als Beispiele die große BürgerInnenbefragung, in der sich die Menschen gegen Privatisierungen in der Grundversorgung ausgesprochen hatten und das Budget, zu dem die ÖVP erstmals seit 2002 ihre Zustimmung erteilt hatte.
Grundwerte haben nach wie vor Bedeutung
Danach analysierte der Stadtchef anhand der Grundwerte der SPÖ die aktuelle politische Lage und blickte in die Zukunft: „Unsere Grundwerte Freiheit, Gleichheit, Gerechtigkeit und Solidarität haben keinesfalls an Bedeutung verloren. Wir brauchen die Sozialdemokratie nicht neu zu erfinden, aber wir dürfen nicht versuchen, mit Rezepten aus den 60er- und 70er-Jahren auf Fragen von heute zu antworten.“
Kein Raum mehr für größere Belastungen
Bürgermeister Müller schloss sein Referat mit sehr persönlichen Worten: „Es ist nicht immer einfach, Bürgermeister einer Stadt mit 42.000 EinwohnerInnen zu sein, in der die finanzielle Situation alles andere als rosig ist – aber ich mache es gerne, bin für Euch da, brauche natürlich auch im Gegenzug Eure Hilfe.“ Er hielt fest, dass es nun keinen Raum mehr für größere Belastungen geben würde und schloss einen Kahlschlag bei Einrichtungen der Stadt aus. Die nächsten drei Jahre gelte es, die Gemeindefinanzen zu verbessern, Strukturreformen durchzuführen und Partnerschaften einzugehen. „Wir brauchen uns nicht zu verstecken“, betonte Müller, „wir SozialdemokratInnen haben aus den Kriegsruinen etwas gemacht und werden auch in Zukunft die Ärmel hochkrempeln und weiterarbeiten“. „Wir leben in schwierigen Zeiten“, räumte der SPÖ-Stadtchef ein, „doch wir werden alles für unser Wiener Neustadt tun und haben uns als Ziel gesteckt, bei der nächsten Wahl wieder die absolute Mehrheit zu erreichen!“


