GR Horvath zur Jugendplattform "ZSAMM"

„Viel Blabla, sonst nichts!“ – Mit diesen Worten beschreibt SPÖ-Gemeinderat Norbert Horvath die kürzlich von FPÖ-Stadtrat Landbauer präsentierte Jugendplattform „Zsamm“. Horvath bezeichnet diese als „substanzlos“ und meint wörtlich: „Die Ankündigungen klingen zwar gut, aber: Das Alles und vor allem noch viel mehr gab es bei der von Schneeberger willkürlich eingestellten Plattform „megafon“ auch schon.“ Der Gemeinderat kritisiert, dass sich Jugendliche zwar via Website und Eingabemaske zu Wort melden können, was das aber mit einem „echten Gehörtwerden“, mit „möglich gemachter Partizipation“ und mit „ehrlich gemeintem Engagement“ zu tun habe, verschließe sich ihm gänzlich. „Wenn obendrein der eingebrachte Input mit Freikarten für die ‚Frühlingswiesn‘ belohnt wird, wo man mit etwas Glück ein Wochenende im neuen Audi A3 gewinnen kann, dann frage ich mich ernsthaft, ob die derzeitige Regierung auch nur einen Funken von Verstand dafür hat, was adäquate zeitgemäße Jugendarbeit bedeutet“, so Norbert Horvath. Eine Werbe-Website für diese Veranstaltung hätte man auch billiger haben können.

Gemeinderat Horvath stößt außerdem sauer auf, dass sich die Website an die Gruppe der 16- bis 25-Jährigen als Zielgruppe richtet, denn: „Fakt ist: Jugendarbeit startet oft schon mit 12. Aber offenbar werden Jugendliche in Wiener Neustadt wohl erst ab dem Wahlalter wichtig genug, um sich mit ihren Anliegen auseinanderzusetzen. In Zeiten wo Präventionsarbeit in der Jugendarbeit seit Jahrzehnten kein Fremdwort ist, eine Veranstaltung wie die ‚Frühlingswiesn‘ als quasi Main-Event für die Jugendarbeit zu bewerben, ist schlichtweg unprofessionell und kontraproduktiv.“

Für den in Jugendangelegenheiten erfahrenen Politiker wäre es weit effizienter gewesen, „die alten Strukturen zu erhalten und zu nutzen anstatt sie zu zerstören und dann irgendwie mit einem kleinen Teil des Gleichen nochmal von vorne anzufangen.“ Und, so der Mandatar abschließend: „In Zeiten der SPÖ-Regierung gab es nicht nur einen Plan, sondern auch erfolgreich umgesetzte Maßnahmen – das alles vermisst man in der aktuellen Jugendarbeit in Wiener Neustadt schmerzlich.“

Zum Hintergrund:

Bereits nach kurzem Wirken der aktuellen Stadtregierung wurde die Jugendplattform „megafon“ aufgelöst, der Posten des Jugendbeauftragten gestrichen und die vorhandene Infrastruktur des Netzwerkes zerstört. Und, ebenfalls ganz schlimm: Das UVZ wurde dem Verfall preisgegeben. Nach eineinhalb Jahren Stillstand wurde jetzt – sozusagen als Alternative zu all dem – die neue Jugendplattform „ZSAMM“ vom zuständigen FPÖ-Stadtrat präsentiert. Sie soll demnach (Zitat Website Zsamm) „das Sprachrohr für diejenigen sein, die unterschiedliche parteipolitische Tendenzen haben oder auch solche gar nicht wollen, sondern lediglich daran interessiert sind, das neue Wiener Neustadt mit Elan und vollem Grips mitzugestalten.“

 

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