Equal Pension Day

Der Equal Pension Day markiert jenen Tag an dem Männer bereits so viel Pension erhalten haben, wie Frauen bis zum Jahresende erhalten werden. Dieser Tag fällt heuer auf den 27. Juli. Beim Equal Pension Day werden die Auswirkungen geringerer Einkommen von Frauen in Teilzeitarbeit sichtbar. Seit 1994 hat sich der Anteil der Frauen, die in Teilzeit arbeiten, von 26 auf 48 Prozent erhöht. Dies bringt nicht nur weniger Einkommen durch geringere Erwerbsarbeitsstunden, auch der Stundenlohn sinkt. Der Anteil von Männern an Teilzeit ist im Vergleich sehr niedrig. Auch die Lohnschere hat Auswirkungen auf die Pension. Frauen verdienen in Vollzeit für die gleiche Tätigkeit über 20 Prozent weniger als Männer. In den sogenannten typischen Frauenbranchen liegen ohnehin die Gehälter weit unter jenen der Männer. Mit dem Wiedereinstieg nach der Karenz verringert sich ein zumeist niedrigeres Einkommen der Frau oftmals weiter durch eine Teilzeitbeschäftigung.
Es gibt viele Schrauben an denen gedreht werden muss. Neben der ArbeitgeberInnenseite, die für eine gerechte Bezahlung verantwortlich zeichnet, haben die Kommunen die Verantwortung ausreichend ganztägige und leistbare Kinderbetreuungsplätze zur Verfügung zu stellen.
In Wiener Neustadt hat die SPÖ in den letzten Jahrzehnten maßgeblich die Kinderbetreuung ausgebaut. Durch den steten Zuzug in die Stadt ist die Stadtregierung gefordert die Kinderbetreuung weiter massiv aufzustocken. Oft gelingt es erst in letzter Minute, dass zweieinhalbjährige Kinder im Kindergarten einen Platz bekommen. Wollen Frauen bereits früher in ihren Beruf zurückkehren bieten nur Privatkindergärten einen Platz. Hier stellt sich natürlich die Frage der Leistbarkeit. Die SPÖ fordert daher sinnvollerweise einen gesetzlichen Anspruch auf einen Kinderbetreuungsplatz ab dem ersten Lebensjahr.

Meint Frauenstadträtin
Margarete Sitz

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