Antwort Achtersee

In der letzten Ausgabe der NÖN schrieb Herr Dr. Pasteiner über die aktuellen Zustände am Achtersee. Vielem in diesem Leserbrief ist grundsätzlich beizupflichten, zunächst sind jedoch einige Klarstellungen angebracht.
Die Ausbaggerung und die Gestaltung der Uferböschungen erfolgten nicht grundlos sondern waren klare Auflagen der zuständigen Behörde des Landes Niederösterreich.
Ebenso waren die Behauptungen der damals verantwortlichen SPÖ Politiker – konkret Bürgermeister Bernhard Müller und Stadtrat Horst Karas – die Neugestaltung des Areals betreffend keineswegs wenig glaubwürdig. Das Konzept sah tatsächlich vor, dass „dort nun ein super Badesee“ entsteht. Bei einer Informationsveranstaltung im BORG wurde dies im Rahmen einer eindrucksvollen Präsentation der Öffentlichkeit vorgestellt.
Warum das Gelände – und nun komme ich zu jenen Punkten, denen grundsätzlich beizupflichten ist – nunmehr seit 2015 einer Mondlandschaft gleicht, liegt in der Verantwortung der derzeitigen, bunten Stadtregierung, konkret in jener von Stadtrat Dinhobl und nicht der SPÖ Wiener Neustadt.
Bereits wenige Tage nach der konstituierenden Gemeinderatssitzung wurde im Februar 2015 vom zuständigen Stadtrat ein Baustopp für den Achtersee verhängt.
Damit wurden auch keine Arbeiten mehr an der Uferböschung vorgenommen, weshalb sie so beschaffen ist, wie sie sich eben derzeit darstellt. Auch die Liegewiese blieb weitgehend vernachlässigt. Was die Bäume betrifft, waren im ursprünglichen Plan wesentlich größere Bäume als die dann gepflanzten vorgesehen. Zugegebenermaßen hätten auch die natürlich nicht gleich die Größe „ausgewachsener“ Bäume gehabt, aber jedenfalls mehr Schatten gespendet als die derzeitigen. Statt der angesprochenen mobilen Toiletten sah der Plan der SPÖ eine vollwertige WC-Anlage vor. Nicht zu finden sind auch der Imbissstand – für den wurde noch von der SPÖ ein Pächter gefunden – und der Spielplatz mit den Spielgeräten.
Positiv – eine Folge der durch die SPÖ umgesetzten Ausbaggerung: Die angesprochene Wasserqualität am Achtersee ist tatsächlich ausgezeichnet, dies bestätigt eine erst unlängst genommene Probe.
Zwar gab es seit dem erwähnten Baustopp vom Februar 2015 minimale Verbesserungen am Gelände. Von einer auch nur annähernden Umsetzung des damaligen Konzepts der SPÖ kann aber nach wie vor keine Rede sein.
Deshalb ist der Forderung von Dr. Pasteiner, am Achtersee für eine angemessene Badekultur zu sorgen, beizupflichten. Auch ich fordere den zuständigen Stadtrat auf, bis zum nächsten Sommer am Achtersee eine ansprechende Badesituation herzustellen.

 

« Zurück